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  Geschichte des Hinduismus

Die Hindus praktizieren heute eine Religion, die sich hauptsächlich im 1. Jahrtausend n. Chr. entwickelt hat. Ihre Wurzeln aber reichen weitere 2 500 Jahre zurück, zu der glänzenden indischen Kultur, die von 2500 bis 1700 v. Chr. im Industal blühte. Die arischen Völker, die um 1500 v. Chr. in Nordwestindien einfielen, übernahmen einige Vorstellungen und Bräuche der Völker des Industals in ihre eigene Religion; und dies, vermittelt durch ihre alten Schriften, ist einer der Ecksteine des Hinduismus.

In den frühen zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts enthüllten die Archäologen Sir John Marshall, D. R. Sahni und R. D. Banerji die Ergebnisse ihrer Ausgrabungen im Industal, vor allem bei Mohendscho-Daro und Harappa. Sie wiesen nach, daß dort ab etwa 2500 v. Chr. ungefähr 1000 Jahre lang eine Flußkultur existiert hatte. Die Schrift des Indusvolks, gefunden auf Specksteinsiegeln, ist noch nicht entschlüsselt, so daß alle Kenntnisse ihrer Kultur auf dem Zeugnis ihrer materiellen Überreste basieren.

Obwohl bei den Stätten am Indus kein Kultort ausgegraben wurde, werfen Darstellungen auf den Siegeln etwas Licht auf die religiösen Vorstellungen des Volks. Ein Siegel zeigt z. B. eine Frauengestalt, die ein Baby stillt und vielleicht eine Form der Muttergöttin verkörpert - einer Gottheit, die man bei den meisten alten Kulturen findet. Der Gott Shiva könnte das Vorbild für einige Siegel sein, die eine von Tieren umgebene Gottheit abbilden. Manche zeigen ihn mit einem Halbmond auf dem Kopf, und eines mit gekreuzten Beinen, was die Anwendung der Yoga-Meditation nahelegt.

Das letztlich Ende der Induskultur war vielleicht eine direkte Folge der arischen Einwanderung. Aber die Indusstädte dürften schon im unaufhaltsamen Niedergang gewesen sein, als die Arier sie erstmals erreichten, möglicherweise nach einer Seuche oder einer Klimaveränderung.

Die arischen oder indoeuropäischen Neuankömmlinge waren ein großes, hellhäutiges Volk, das vermutlich um 2000 v. Chr. aus Zentralasien ausgewandert ist. Eine Gruppe siedelte sich in Nordgriechenland an, eine andere im Iran (dessen Name von »Arier« abgeleitet ist). Diejenigen, die schließlich Indien betraten, spalteten sich wahrscheinlich vom iranischen Zweig ab. Das Wissen über die Arier stammt meist aus dem Erbe ihrer heiligen Literatur, den Veden, vor allem dem RigVeda, einer Hymnensammlung.

Ursprünglich Jäger und viehhütende Nomaden, wurden die Arier nach ihrer Seßhaftwerdung in Indien zu Bauern und beteten Naturgottheiten an. Sie sprachen eine frühe Form des Sanskrit und organisierten sich in Stämmen, unterteilt in zusammengehörige Familien. Der Stamm wurde von einem Häuptling beherrscht, und die Menschen bildeten Funktions- und Berufsgruppen, jedoch nicht in einem strikten System.

Die Arier nahmen Opferhandlungen vor und durch den Kontakt mit dem Indusvolk allmählich neue Gottheiten, darunter die Muttergöttin, und wahrscheinlich die Idee ritueller Reinheit an. Mit der Zeit kam es zu Mischehen mit den Ureinwohnern, und sie dehnten ihre Siedlungen nach und nach in Richtung Gangestal aus. Um 1000 v. Chr. war die arische Kultur in Nordindien vorherrschend geworden.

 

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